Von der Burg zum Schloss

Schloss Wolkenburg

Vom Zwickauer Muldental scheinen sich Mauern direkt aus dem steil abfallenden Felspartien zu erheben – ein Schloss das scheinbar in den Wolken schwebt. Schloss Wolkenburg, wie sollte es auch anders heißen, wurde hauptsächlich von der Familie von Einsiedel geprägt, die ab 1635 im Besitz des Schlosses war. Unter ihrer Herrschaft entstand aus der ursprünglichen Burg ein Schloss im Renaissance- und Barock-Stil.

1790
1795
1945
2000

1790 gestaltete Graf Detlev Carl von Einsiedel das Hauptgebäude klassizistisch um. Noch heute sind der Festsaal mit Stuckreliefs an den Wänden und gusseiserne Figuren in Park und Schloss aus dieser Zeit erhalten.

Die Bibliothek des Grafen ist ein weiteres architektonisches Kleinod: in das Dachgeschoss des Hauptgebäudes wurde 1795 ein zweigeschossiger, pavillonartiger und runder Raum eingebaut. Neogotische Maßwerkformen an Geländern, Wanddekorationen und Einbauschränke erinnern an venezianische Palazzi.

Ab 1945 gehörte das Schloss der Gemeinde Wolkenburg und diente bis 1998 vorwiegend zu Wohnzwecken.

Seit der Eingemeindung Wolkenburgs im Jahr 2000 ist die Stadt Limbach-Oberfrohna Eigentümer der Schlossanlage.